Anden-Viagra hilft Bullen auf die Sprünge
- April 4th, 2011
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Anden-Viagra hilft Bullen auf die Sprünge
In einer Testreihe der ETH Zürich wurden Zuchtstiere mit der Pflanze Maca gefüttert, die man in der Schweiz in Reformhäusern kaufen kann. Das Resultat der Versuche erstaunte selbst die Forscher.
Sie wird im Volksmund Anden-Viagra oder Anden-Ginseng genannt, die Maca-Pflanze aus Peru. Dem Kreuzblütengewächs wird nachgesagt, dass es die Libido verbessere und die Manneskraft steigere. Ein Forschungsteam der ETH Zürich hat die Wirkung der Pflanze nun getestet – an Zuchtstieren, wie die ETH am Dienstag mitteilt.
Die ETH-Doktorandin Céline Clément führte in Zusammenarbeit mit Swissgenetics eine Versuchsreihe durch, bei der Maca an junge Zuchtstiere verabreicht wurde. Die Spermienqualität der Tiere war vor der Zusatzfütterung mit der Andenpflanze für künstliche Befruchtungen nicht genügend hoch. Das Resultat der Tests überraschte die Forscher: Maca regte die Bildung von bewegungsfähigen Spermien an. Gleichzeitig nahm die Zahl von Samenzellen mit DNS-Defekten ab.
Die Bullen hatten nicht mehr «Bock»
Auf die Libido der Tiere hatte die Pflanze allerdings keine Wirkung. Die Bullen hatten nicht mehr «Bock», daher sei es laut ETH-Professor Michael Kreuzer, der Cléments Doktorarbeit betreute, auch falsch, Maca als Viagra zu bezeichnen. «Es hebt nicht die Libido, sondern verbessert die Fruchtbarkeit bei männlichen Säugetieren – auch bei Menschen. Man sagt allerdings, dass die Pflanze auch bei Frauen eine Wirkung habe», hält er gegenüber Tagesanzeiger.ch fest.
Die Tests wurden laut Kreuzer an Zuchtbullen durchgeführt, weil man bei Tieren die Wirksamkeit von Substanzen besser feststellen kann. Führt eine Zusatzfütterung zu Veränderungen bei den Probanden, kann das nur an der verabreichten Substanz liegen. «Die Bullen fallen nicht auf einen Placebo-Effekt herein», erklärt Kreuzer, «beim Menschen kann sich allein durch das Wissen, eine Substanz zu sich genommen zu haben, eine Veränderung einstellen, und es müssen sehr aufwendige Studien gemacht werden, um das auszuschliessen.»
Weitere Tests an anderen Tierarten sind im Moment nicht vorgesehen. Der Aufwand für die Versuche sei riesig gewesen und die Doktorarbeit sei nun abgeschlossen, erklärt Kreuzer. «Der Stierversuch zeigt jedoch, dass die Pflanze tatsächlich eine statistisch signifikante Wirkung auf die Spermaqualität hat. Unsere Forschungspartner waren jedenfalls von den Resultaten so überzeugt, dass sie es jetzt weiter verwenden wollen.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)
INFO: Für Menschen wurde dieses natürliche Potenzmittel extra angepasst und ist bei vielen Menschen beliebt als natürlichen Viagra-Ersatz. Es ist z.B. unter dem Namen “Power Men Viga” erhältlich.

